Design sticht: Warum wir unsere eigenen Schnapskarten gestaltet haben
- ISSO

- vor 1 Tag
- 2 Min. Lesezeit
Manche Projekte entstehen nicht aus einem Briefing, einem Strategie-Workshop oder einer sauber formulierten Aufgabenstellung, sondern aus einem Gefühl heraus. Aus einer Idee, die zuerst vielleicht ein bisschen absurd klingt, aber genau deshalb hängen bleibt. Unsere selbst gestalteten Schnapskarten sind genau so ein Projekt: nicht geplant wie eine klassische Markenentwicklung, aber trotzdem ein ziemlich gutes Beispiel dafür, wie wir Design verstehen. Denn am Ende ging es nicht einfach darum, Spielkarten schöner zu machen. Es ging darum, ein bekanntes, traditionelles Produkt neu zu interpretieren und ihm eine eigene visuelle Sprache zu geben. Eine, die reduziert ist, aber nicht langweilig. Klar, aber nicht brav. Und vor allem: mit Charakter.
Tradition neu gedacht
Schnapskarten kennt man. Man hat sie irgendwo schon einmal gesehen, in der Hand gehabt, vielleicht damit gespielt, vielleicht auch nur beim Wirtshausabend nebenbei betrachtet. Genau darin lag für uns der Reiz: Etwas Vertrautes zu nehmen und es gestalterisch so zu drehen, dass es wieder Aufmerksamkeit bekommt. Wir wollten kein überladenes Kartendesign, das versucht, möglichst nostalgisch zu wirken. Stattdessen haben wir bewusst reduziert, mit klaren Linien gearbeitet und einzelne Elemente so gesetzt, dass sie sofort wiedererkennbar sind. Schwarz, Weiß und Orange bilden dabei nicht nur einen starken Kontrast, sondern geben dem gesamten Kartenset eine eigene Energie.
Print, der nicht nur herumliegt
In einer Zeit, in der fast alles digital passiert, fühlen sich gedruckte Dinge wieder besonders an. Eine Karte ist nicht einfach ein Bild auf einem Screen, sondern ein Objekt, das man mischt, hält, weitergibt und vielleicht auch ein bisschen zu ernst nimmt, wenn das Spiel gerade nicht so läuft wie geplant.
Genau das lieben wir an Printdesign. Es hat eine andere Nähe. Es verschwindet nicht nach einem Swipe und konkurriert nicht mit 47 offenen Tabs. Es liegt da, wird benutzt, bekommt vielleicht kleine Spuren und wird dadurch eher besser als schlechter. Gute Gestaltung darf genau das können: nicht nur gut aussehen, sondern Teil eines Moments werden.
Design darf auch Spaß machen
Nicht jedes Designprojekt muss ein riesiges Rebranding sein. Manchmal darf Gestaltung einfach aus Freude entstehen, aus Lust am Experimentieren und aus dem Wunsch, etwas Eigenes in die Welt zu setzen. Unsere Schnapskarten sind genau so ein Herzensprojekt.
Trotzdem steckt darin dieselbe Haltung wie in unserer Arbeit für Marken: Details sind nicht zufällig, Kontraste sind bewusst gesetzt, und jedes Element trägt dazu bei, dass am Ende ein stimmiges Gesamtgefühl entsteht. Denn gutes Design beginnt für uns nie bei der Frage, wie etwas „hübsch“ wird, sondern bei der Frage, was es auslösen soll.
Hart, aber ISSO
Unsere Schnapskarten sind ein kleines Produkt mit ziemlich viel Persönlichkeit. Sie verbinden Tradition mit einer modernen visuellen Sprache, Humor mit Klarheit und Printdesign mit echter Spielfreude. Oder anders gesagt: Sie sind genau das, was passiert, wenn man eine gute Idee nicht zerredet, sondern einfach gestaltet. Und falls dabei am Ende ein Kartenspiel entsteht, das nicht nur funktioniert, sondern auch noch verdammt gut aussieht – umso besser.
DESIGN STICHT. HART, ABER ISSO.
Printdesign
entwickelt von ISSO Design, Werbeagentur Salzburg

















Kommentare